Woran du erkennst, ob deine Produktbeschreibungen gut sind

„Unsere Texte sind eigentlich ganz okay.“ Das sagen fast alle Shop-Betreiber — und bei einem Audit über 36 echte Produkttexte eines realen Shops fielen 34 durch. Die Lücke zwischen Gefühl und Befund ist riesig, weil niemand Zeit hat, hunderte Texte systematisch zu lesen.
Dabei lässt sich jeder einzelne Text mit fünf Fragen prüfen. Nimm dir eine beliebige Produktbeschreibung aus deinem Shop und geh sie durch:
1. Spricht der Text über das Produkt — oder über den Kunden?
Schlechte Texte zählen Eigenschaften auf: „Der Rahmen besteht aus Aluminium 6061.“ Gute Texte übersetzen sie in den Alltag: „Der Aluminiumrahmen erleichtert das Auf- und Absteigen — auch mit Einkaufstaschen am Lenker.” Zähl nach: Wie viele Sätze enthalten ein „du“ oder „Sie“, wie viele nur Produktmerkmale? Wenn der Kunde nicht vorkommt, liest er auch nicht weiter.
2. Würde dieser Text bei Google gefunden?
Steht der Produkttyp klar benannt im Text — „Pendler-E-Bike“, „Naturkosmetik-Handcreme“ —, oder nur der Markenname deines Produkts? Kunden suchen nach der Sache, nicht nach deinem internen Produktnamen. Fehlt das Wort, nach dem gesucht wird, existiert die Seite für die Suche nicht.
3. Stimmt jede Zahl?
Die unangenehmste Frage. Vergleich drei Angaben aus dem Text mit deinen Produktdaten: Gewicht, Maße, Leistung. In Shops, die Texte über Jahre angesammelt haben — teils vom Hersteller kopiert, teils selbst geschrieben, teils aus KI-Tools —, finden sich fast immer Abweichungen: der alte Akku-Wert nach dem Modellwechsel, das Gewicht der Vorversion, die Ladezeit, die so nie gemessen wurde. Jede falsche Zahl ist ein Retouren-Risiko und seit der neuen Produktsicherheitsverordnung auch ein rechtliches.
4. Klingt der Text nach deiner Marke — oder nach irgendwem?
Lies den Text laut und frag dich: Könnte das auch im Shop deines Wettbewerbers stehen? Prüf die Anrede: Duzt du auf der Startseite und siezt in den Produkttexten? Das passiert öfter, als man denkt — vor allem, wenn Texte aus verschiedenen Quellen stammen. Eine Marke, die mal „du“ und mal „Sie“ sagt, wirkt wie ein Verkäufer, der mitten im Gespräch den Ton wechselt.
5. Klingen deine Produktvarianten unterschiedlich?
Öffne zwei ähnliche Produkte nebeneinander. Beginnen die Beschreibungen fast wortgleich? Dann bewertet Google sie als Duplicate Content — und deine Kunden merken, dass hier eine Vorlage ausgefüllt wurde.
Das Problem ist nicht das Prüfen — es ist das Prüfen von 800 Texten
Für einen Text brauchst du mit diesen fünf Fragen zwei Minuten. Für einen Katalog mit 800 Produkten sind das 27 Stunden — pro Durchgang. Genau deshalb haben wir Stilstempel gebaut: Es prüft jeden Text automatisch auf diese Dimensionen (und ein paar mehr), gleicht jede Zahl mit deinen Produktdaten ab und legt zu jedem Text ein Protokoll, das du nachlesen kannst. Was besteht, bekommt den Stempel — was nicht, wird dir mit Begründung gezeigt.
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Häufige Fragen
Wie schnell kann ich einen einzelnen Produkttext selbst prüfen?
Mit den fünf Fragen aus diesem Artikel etwa zwei Minuten pro Text: Kundenbezug, Suchbegriff, Zahlenabgleich, Markenton und der Vergleich mit der ähnlichsten Variante.
Welche der fünf Fragen ist die wichtigste?
Der Zahlenabgleich (Frage 3): Falsche Angaben führen zu Retouren und sind seit der neuen Produktsicherheitsverordnung auch rechtlich riskant. In der Praxis scheitern daran die meisten Texte.
Was mache ich bei mehreren hundert Produkten?
Manuell sind 800 Texte pro Durchgang rund 27 Stunden. Stilstempel prüft dieselben Dimensionen automatisch, gleicht jede Zahl mit deinen Produktdaten ab und legt zu jedem Text ein nachlesbares Protokoll an — die ersten 20 Texte kostenlos.